Allgemeine Anforderungen an Erdungssysteme
Ein Erdungsgerät ist im Wesentlichen ein Verbindungssystem, das aus einem Erdungskabel, einer Erdungselektrode und stromführenden Leitern besteht. Daher gelten bestimmte Anforderungen an die Erdung und das Erdungskabel. Die allgemeinen Anforderungen sind: Zuverlässigkeit, Korrosionsbeständigkeit, geringer elektrischer Widerstand, Haltbarkeit, Wirtschaftlichkeit, ausreichende Festigkeit sowie einfache Messung und Wartung usw. Konkret:
1. Das Erdungskabel muss aus einem Material mit niedrigem spezifischen Widerstand bestehen, z. B. Kupfer- oder Aluminiumlitzen, oder aus anderen korrosionsbeständigen Materialien mit niedrigem spezifischen Widerstand. Es muss über eine ausreichende Festigkeit verfügen und sollte über Trennschalter an der Leitung verfügen.



2. Das Material der Erdungselektrode muss einen niedrigen spezifischen Widerstand aufweisen. Im Allgemeinen werden verzinkte Stahlrohre mit einer Wandstärke von mindestens 3,5 mm und einer Länge von 2,5 mm (50*50*5 mm) oder Winkelstahl (50*50*5 mm, 2,5 m lang) verwendet. Ob Flachstahl oder Winkelstahl, die Enden müssen abgeflacht und geschärft werden. Auf keinen Fall dürfen Platten oder Stäbe aus Aluminium verwendet werden, da sie sich nur schwer mit Leitern verbinden lassen. Und was noch wichtiger ist: Aluminium bildet bei unterirdischer Verlegung leicht einen schützenden Aluminiumoxidfilm, der den spezifischen Widerstand erhöht.
3. Die Verbindung des Erdungsgeräts muss zuverlässig sein. Vorzugsweise werden Crimp- oder Überlappungsverbindungen verwendet, um eine starke und zuverlässige Verbindung zu gewährleisten und gleichzeitig den Kontaktwiderstand zu minimieren. Schmelzschweißen kann ebenfalls verwendet werden, es ist jedoch wichtig, dass die Schweißmaterialien identisch sind. Das Schweißen von Zinn-Blei ist verboten.
4. Um die Messung zu erleichtern, sollte zwischen der Erdungselektrode und der Erdungshauptleitung ein abnehmbarer Schraubverbindungspunkt vorgesehen werden, der eine zuverlässige Verbindung gewährleistet.
5. Die Erdungshauptleitung, die den unter Spannung stehenden Leiter und die Erdungselektrode verbindet, sollte auf dem kürzesten Weg verlaufen.
6. Natürliche Erdungselektroden können grundsätzlich für Sicherheitserdung, Stromerdung und Blitzschutzerdung verwendet werden, wie sie beispielsweise in Wasserleitungen, Industrieleitungen (mit Ausnahme von Ölleitungen), Metallgerüsten von Gebäuden und unterirdischen Stahlbetonfundamenten zu finden sind. Vor der Verwendung muss jedoch der Erdungswiderstand gemessen werden, um sicherzustellen, dass er den Erdungsanforderungen entspricht; andernfalls kann es nicht verwendet werden.

