Die Rolle von Antistatika
Antistatische Mittel werden typischerweise auf die Oberfläche oder das Innere von Isoliermaterialien aufgetragen, um deren Fähigkeit zur Erzeugung statischer Elektrizität zu verringern. Antistatische Materialien sind in der Regel Flüssigkeiten, die aus Ladungsträgern und dem Antistatikum selbst bestehen. Ladungsträger fungieren als Transporter und befördern das Antistatikmittel zum Material. Das Lösungsmittel kann Wasser, Ethanol, Mineralalkohol oder andere kompatible Materialien sein. Das Antistatikmittel verbleibt nach dem Verdampfen der Ladungsträger auf der Oberfläche des Isoliermaterials und übernimmt so eine Kontrollfunktion. Einige Antistatika werden als wasserabsorbierend eingestuft. Statische Elektrizität kann reduziert werden, indem die Gleitfähigkeit und Leitfähigkeit der Oberfläche erhöht wird. Im Allgemeinen ermöglicht die Änderung des Ladungsträgerverhältnisses des Antistatikmittels bei geeigneter Anwendung auf das Material eine Kontrolle über den Oberflächenwiderstand. Ein wesentlicher Effekt von Antistatika besteht darin, die durch Reibung erzeugte statische Elektrizität zu reduzieren.



Antistatische Mittel können durch Streichen, Sprühen, Rollen, Imprägnieren, Wischen oder andere Methoden auf Böden, Teppiche, Werkbankplatten, Teileträger, Stühle, Wände, Decken, Werkzeuge, Papier, Kunststoffe und Häute aufgetragen werden, wodurch diese Objekte in unterschiedlichem Maße ESD-geschützt werden. Einige Antistatika sind auch gute Reinigungsmittel. Sie können mit Wasser gemischt werden, um Oberflächen wie Fußböden und Werkbankplatten zu reinigen und sie gleichzeitig antistatisch zu machen.

